WEEKENDER #20 // FAIR PLAY GAMES 2027

Wenn der Fußball wieder Menschen verbindet

Es gibt Turniere. Es gibt Meisterschaften. Es gibt Pokale.

Und dann gibt es Veranstaltungen, bei denen das Ergebnis zwar auf der Anzeigetafel erscheint, aber nicht das Wichtigste ist.

Mit den FAIR PLAY GAMES 2027 entsteht in Leipzig genau ein solches Format. Am Samstag, 11. September 2027, wird die Sportschule „Egidius Braun“ des Sächsischen Fußball-Verbandes zum Treffpunkt für Walking-Football-Teams aus mehreren europäischen Ländern. Zwischen 11:00 und 15:00 Uhr stehen Begegnungen auf dem Spielfeld ebenso im Mittelpunkt wie Begegnungen zwischen Menschen.

Die FAIR PLAY GAMES verstehen sich nicht als klassisches Turnier. Sie sind ein europäisches Begegnungsfestival.

Mehr als ein Sieger

Der moderne Sport kennt Tabellen, Ranglisten und Statistiken. Doch gerade im Walking Football zeigt sich immer wieder, dass die schönsten Geschichten nach dem Abpfiff entstehen.

Wenn Spielerinnen und Spieler aus Deutschland, den Niederlanden und Polen gemeinsam auf dem Platz stehen, entstehen Gespräche über Gesundheit, Familie, das Älterwerden und die gemeinsame Leidenschaft Fußball.

Genau diese Momente sollen die FAIR PLAY GAMES sichtbar machen.

Nicht der Pokal steht im Mittelpunkt.

Der Mensch steht im Mittelpunkt.

Fair Play als Haltung

Fair Play beginnt nicht mit dem Anstoß und endet nicht mit dem Schlusspfiff.

Es beginnt mit Respekt.

Mit dem Handschlag vor dem Spiel.

Mit dem Eingeständnis eines eigenen Fehlers.

Mit der Bereitschaft, auf den Gegenspieler Rücksicht zu nehmen.

Walking Football eignet sich dafür wie kaum eine andere Fußballform. Das reduzierte Tempo schafft Zeit zum Wahrnehmen, Kommunizieren und Entscheiden. Die Regeln fördern Sicherheit und gegenseitigen Respekt – Werte, die auch UEFA, DFB und der Sächsische Fußball-Verband als wesentliche Grundlagen des Walking Football hervorheben.  

Leipzig als europäischer Gastgeber

Leipzig besitzt eine außergewöhnliche Fußballgeschichte.

Von der ersten deutschen Fußballmeisterschaft über Weltmeisterschaftsspiele bis hin zu internationalen Vereinswettbewerben hat die Stadt immer wieder bewiesen, dass sie große Sportveranstaltungen organisieren kann.

Mit den FAIR PLAY GAMES soll nun ein weiteres Kapitel hinzukommen.

Nicht größer.

Nicht lauter.

Sondern menschlicher.

Leipzig wird für einen Tag zur europäischen Heimat des Walking Footballs.

Hier begegnen sich Generationen.

Hier begegnen sich Kulturen.

Hier begegnen sich Menschen.

Gesundheit gewinnt immer

Walking Football wurde ursprünglich entwickelt, damit Menschen unabhängig von Alter oder körperlichen Einschränkungen Fußball spielen können.

Heute wissen wir, dass regelmäßige Bewegung Herz, Kreislauf, Muskulatur und Psyche stärkt und gleichzeitig soziale Kontakte fördert. Deshalb wächst Walking Football europaweit kontinuierlich und wird von immer mehr Verbänden als gesundheitsfördernde Sportform unterstützt.  

Die FAIR PLAY GAMES möchten genau diese Botschaft transportieren:

Sport ist keine Frage des Alters.

Sport ist eine Frage der Möglichkeiten.

Internationale Freundschaften

Vielleicht ist genau das der größte Erfolg solcher Veranstaltungen.

Nicht das schönste Tor.

Nicht der erste Platz.

Sondern die Telefonnummer, die nach dem Spiel ausgetauscht wird.

Die Einladung zum Gegenbesuch.

Die gemeinsame dritte Halbzeit.

Die Idee für das nächste europäische Treffen.

Walking Football lebt von seinem Netzwerk.

Und jedes neue Turnier erweitert dieses Netzwerk ein Stück.

Ein Vorbild für den Breitensport

Die FAIR PLAY GAMES verstehen sich zugleich als Einladung an Vereine, Verbände und Kommunen.

Sie zeigen, dass Sportveranstaltungen nicht ausschließlich über Medaillen, Eintrittszahlen oder Livestreams definiert werden müssen.

Auch Begegnung.

Integration.

Gesundheit.

Ehrenamt.

Nachhaltigkeit.

Und internationale Freundschaft können den Erfolg einer Veranstaltung bestimmen.

Vielleicht sogar nachhaltiger als jeder Pokal.

Der Ball rollt weiter

Wenn am Nachmittag die letzten Spiele beendet sind, werden Sieger geehrt.

Doch die eigentlichen Gewinner stehen längst fest.

Es sind die Menschen, die wieder Freude an Bewegung gefunden haben.

Diejenigen, die nach einer Krankheit wieder Fußball spielen können.

Die Ehrenamtlichen, die Monate der Vorbereitung investieren.

Die Gastgeber, die ihre Stadt von ihrer herzlichsten Seite zeigen.

Und alle, die daran glauben, dass Fair Play mehr ist als eine Regel.

Es ist eine Haltung.

Die FAIR PLAY GAMES 2027 wollen genau diese Haltung sichtbar machen – auf dem Spielfeld und weit darüber hinaus.

GEHZETTE meint:

Vielleicht brauchen wir im europäischen Fußball nicht immer höhere Geschwindigkeiten, größere Stadien oder lautere Hymnen.

Vielleicht brauchen wir manchmal einfach nur einen Ball, ein paar Schritte im Gehtempo und Menschen, die sich nach dem Spiel noch lange etwas zu erzählen haben.

Denn genau dort beginnt Fair Play.

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