WEEKENDER #14 // Watten‘Dat für ein Abgekicke in Varel?

Watt’n Abkicken“ in Varel – Wenn der Ball flach bleibt und das Miteinander groß wird

Es gibt Fußballtage, die brauchen keine Pyrotechnik, keine VIP-Lounge und keine Tabelle mit Millionenbudgets.Manchmal reichen ein paar flache Pässe, ein Waldstadion, Bratwurstduft in der Luft – und Menschen, die einfach wieder Lust auf Bewegung haben.

Genau so ein Tag könnte der Samstag, 30. Mai 2026, in Varel werden.

Denn dann laden die „Watt’n Kicker“ des TuS Varel 09 zum bereits 4. Walking-Football-Turnier „Watt’n Abkicken“ ein. Gespielt wird ab 11 Uhr im Waldstadion an der Windallee – mitten im Grünen, mitten im echten Vereinsleben.

Mit dabei sind Teams aus ganz Norddeutschland:

  • SV Quitt Ankum
  • TV Falkenburg
  • TuS Lehmden
  • TuS Obenstrohe
  • TSG Seckenhausen
  • GW Brockdorf
  • TuS Hasbergen
  • TV Neuenburg
  • Post SV Oldenburg
  • TV Seefeld

Und genau diese Mischung macht Walking Football aus:
Keine Hochglanzinszenierung. Kein „höher, schneller, härter“. Sondern Begegnung, Bewegung und Fair Play.

Die Regeln wirken zunächst ungewöhnlich – und gerade deshalb so faszinierend:

  • kein Torwart
  • kein Abseits
  • keine Grätschen
  • kein Körperkontakt
  • Ball maximal bis Hüfthöhe
  • meist 6 gegen 6
  • Tore nur 1 Meter hoch und 3 Meter breit

Das Spielfeld misst überschaubare 42 × 21 Meter.
Doch was dort entsteht, ist oft größer als auf manchem Großfeld.

Denn Walking Football ist längst mehr als ein „Seniorensport“.
Es ist ein Bewegungsraum für Menschen, die vielleicht Jahre keinen Sport gemacht haben. Für ehemalige Fußballer. Für Neugierige. Für Menschen mit gesundheitlichen Einschränkungen. Für Frauen und Männer, die wieder Teil einer Gemeinschaft sein möchten.

Oder wie man im Norden vielleicht sagen würde:

„Nich schnacken – flach passen.“

Besonders bemerkenswert:
Die Watt’n Kicker trainieren seit inzwischen vier Jahren regelmäßig im Vareler Waldstadion und berichten selbst davon, dass sie bereits einige „Sportmuffel vom Sofa geholt“ haben.

Das ist vermutlich die schönste Tabelle im Walking Football:
Nicht Siege.
Nicht Tore.
Sondern Menschen, die wieder in Bewegung kommen.

Und natürlich gehört zu so einem Turniertag auch die berühmte „dritte Halbzeit“:
Bratwürstchen, Kaffee und Kuchen stehen bereit – denn Gemeinschaft entsteht nicht nur auf dem Platz, sondern oft genau dort zwischen Thermoskanne und Spielfeldrand.

Wer also am 30. Mai in der Nähe von Varel unterwegs ist, sollte ruhig mal vorbeischauen.
Nicht um Spektakel zu sehen.

Sondern um zu erleben, wie Fußball aussieht, wenn er wieder bei den Menschen ankommt.

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