HELDEN DER GEHSTRECKE #18 // Vito Gibin – der Botschafter der Azzurri

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Wenn Menschen über Nationalmannschaften sprechen, denken viele an Hymnen, Trikots und Ergebnisse. Im Walking Football geht es um etwas anderes. Hier zählen Begegnungen, Freundschaften und gemeinsame Werte oft mehr als Tore und Tabellen.

Einer, der diese Philosophie seit Jahren verkörpert, ist Vito Gibin, Vizepräsident von Walking Football Italia.

Als die italienische Delegation im Juni zur Eröffnung der neuen AIL Arena im schweizerischen Lugano eingeladen wurde, stand Gibin nicht im Mittelpunkt. Genau das macht ihn zu einem Helden der Gehstrecke. Während andere die Schlagzeilen schreiben, sind es Menschen wie er, die die Grundlagen schaffen, damit Walking Football überhaupt wachsen kann.

In Lugano trafen die italienischen Nationalvertretungen der Altersklassen Over 60 und Over 70 auf ihre Schweizer Freunde. Gespielt wurde in gemischten Teams mit Frauen und Männern. Die Ergebnisse waren dabei fast Nebensache. Wichtiger war die Botschaft, die von diesem Tag ausging: Walking Football kennt keine Grenzen.

Als Trainer der italienischen Over-60-Auswahl übernahm Vito Gibin Verantwortung an der Seitenlinie. Organisieren, motivieren, unterstützen, zuhören – Aufgaben, die oft unsichtbar bleiben, aber für das Gelingen einer solchen Veranstaltung unverzichtbar sind.

Wer Vito kennt, weiß, dass sein Engagement weit über einen einzelnen Spieltag hinausgeht. Gemeinsam mit seinen Mitstreitern arbeitet er seit Jahren daran, Walking Football in Italien zu entwickeln. Dabei geht es nicht nur um Sport. Es geht um Gesundheit, soziale Teilhabe und die Möglichkeit, auch im fortgeschrittenen Alter Teil einer Mannschaft zu sein.

Das Treffen in Lugano zeigte eindrucksvoll, wie sich der Walking Football in Europa entwickelt. Italien und die Schweiz verbindet inzwischen weit mehr als sportlicher Wettbewerb. Zwischen beiden Nationen sind Freundschaften entstanden. Auf dem Spielfeld wird fair gespielt, nach dem Schlusspfiff sitzt man gemeinsam am Tisch.

Genau dort zeigte sich einmal mehr die wahre Stärke des Walking Footballs. Nach den Spielen trafen sich beide Delegationen in der Locanda della Masseria zum gemeinsamen Austausch. Gespräche, Lachen und neue Ideen bestimmten den Nachmittag. Aus Gegnern wurden Freunde. Aus Begegnungen entstanden neue Verbindungen.

Menschen wie Vito Gibin tragen dazu bei, dass diese Kultur erhalten bleibt. Sie erinnern uns daran, dass Walking Football mehr sein kann als eine Sportart. Es ist eine Bewegung, die Menschen zusammenführt, unabhängig von Alter, Geschlecht oder Nationalität.

Vielleicht wird man sich in einigen Jahren nicht mehr an das 8:1 der italienischen Over-70-Auswahl oder das 7:5 der Schweizer Over-60-Mannschaft erinnern.

An Menschen wie Vito Gibin hingegen schon.

Denn die eigentlichen Helden der Gehstrecke sind oft nicht diejenigen, die die meisten Tore schießen.

Sondern diejenigen, die dafür sorgen, dass überhaupt gespielt wird.

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