GEHZETTE // GESUNDHEITS- UND SUCHTPRÄVENTION 2026/27

MEDIKAMENTENABHÄNGIGKEIT IM SPORT
Bewusst. Informiert. Verantwortlich.

Der verantwortungsvolle Umgang mit der eigenen Gesundheit gehört zu den wichtigsten Grundlagen eines nachhaltigen Sporttreibens. Sportlerinnen und Sportler, Trainerinnen und Trainer, Eltern sowie Vereinsverantwortliche stehen dabei gleichermaßen in der Verantwortung.

Die GEHZETTE setzt sich in der Saison 2026/27 aktiv für die Prävention von Medikamentenabhängigkeit im Sport ein. Unser Ziel ist es, über Risiken aufzuklären, Zusammenhänge verständlich zu machen und Betroffene sowie ihr Umfeld zu sensibilisieren.

Nicht jede Abhängigkeit beginnt mit illegalen Substanzen. Häufig stehen verschriebene oder frei erhältliche Medikamente am Anfang eines schleichenden Prozesses. Schmerzmittel, Schlafmittel oder Beruhigungsmittel können bei unsachgemäßer Anwendung erhebliche gesundheitliche und soziale Folgen haben.

Gemeinsam mit Informationen und Materialien der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen (DHS) möchten wir Wissen vermitteln, Vorurteile abbauen und einen offenen Umgang mit dem Thema fördern.

WIR GEBEN ANTWORTEN AUF DIE FOLGENDEN FRAGEN:

WAS IST MEDIKAMENTENABHÄNGIGKEIT?

Medikamentenabhängigkeit entsteht, wenn Arzneimittel nicht mehr ausschließlich aus medizinischen Gründen eingenommen werden, sondern der Körper oder die Psyche zunehmend auf ihre Wirkung angewiesen ist. Betroffen sein können sowohl verschreibungspflichtige als auch frei erhältliche Medikamente.

Auch im Sport besteht die Gefahr eines missbräuchlichen Umgangs mit Medikamenten. Schmerzmittel, Schlafmittel oder andere Präparate werden manchmal eingesetzt, um Beschwerden zu unterdrücken, Belastungen besser zu bewältigen oder schneller wieder einsatzfähig zu sein. Was zunächst als kurzfristige Hilfe erscheint, kann sich schleichend zu einer Abhängigkeit entwickeln.

Die Folgen reichen von gesundheitlichen Schäden und Leistungsabfall bis hin zu körperlicher und psychischer Abhängigkeit. Deshalb sind Aufklärung, ein verantwortungsvoller Umgang mit Medikamenten und eine offene Gesprächskultur wichtige Bausteine der Gesundheits- und Suchtprävention im Sport.

WARUM IST SUCHTPRÄVENTION IM SPORT SO WICHTIG?

Sport steht für Gesundheit, Leistungsfähigkeit, Gemeinschaft und Lebensfreude. Gleichzeitig können jedoch Leistungsdruck, Ehrgeiz, Verletzungen oder der Wunsch nach einer schnellen Rückkehr ins Training dazu führen, dass Sportlerinnen und Sportler zu Medikamenten greifen, ohne die möglichen Folgen ausreichend zu berücksichtigen.

Gerade Schmerzmittel werden häufig eingesetzt, um Beschwerden zu überdecken und weiterhin aktiv bleiben zu können. Auch Schlaf- oder Beruhigungsmittel sowie andere Arzneimittel können in Belastungssituationen als vermeintliche Lösung erscheinen. Was zunächst als kurzfristige Unterstützung gedacht ist, kann jedoch zu einem problematischen Konsumverhalten und im schlimmsten Fall zu einer körperlichen oder psychischen Abhängigkeit führen.

Suchterkrankungen entstehen oft schleichend. Viele Betroffene bemerken erst spät, dass sie ohne bestimmte Medikamente nicht mehr trainieren, schlafen oder ihren Alltag bewältigen können. Deshalb ist es wichtig, Risiken frühzeitig zu erkennen und offen darüber zu sprechen.

Suchtprävention im Sport verfolgt das Ziel, Menschen für einen verantwortungsvollen Umgang mit Medikamenten zu sensibilisieren, gesundheitsfördernde Alternativen aufzuzeigen und eine Kultur der Achtsamkeit zu schaffen. Vereine, Trainerinnen und Trainer, Eltern sowie Mitspielerinnen und Mitspieler können dazu beitragen, dass gesundheitliche Probleme nicht verdrängt, sondern rechtzeitig erkannt und professionell begleitet werden.

Ein gesunder Sport zeichnet sich nicht dadurch aus, dass Beschwerden um jeden Preis unterdrückt werden. Nachhaltiger Erfolg entsteht dort, wo Gesundheit, Wohlbefinden und Leistungsfähigkeit in einem ausgewogenen Verhältnis stehen. Prävention hilft dabei, dieses Gleichgewicht zu bewahren und Sport als das zu erhalten, was er sein sollte: eine Quelle von Gesundheit, Lebensqualität und Gemeinschaft.

FÜR WEN IST UNSERE PRÄVENTION GEDACHT?

Suchtprävention ist eine Gemeinschaftsaufgabe. Medikamentenabhängigkeit kann Menschen unabhängig von Alter, Geschlecht, Leistungsniveau oder sportlicher Erfahrung betreffen. Deshalb richtet sich unser Präventionsangebot an alle, die im Sport Verantwortung für sich selbst oder für andere übernehmen.

Sportlerinnen und Sportler aller Leistungsstufen
Ob im Breiten-, Gesundheits- oder Leistungssport – wer regelmäßig trainiert, kennt körperliche Belastungen, Verletzungen und den Wunsch, möglichst schnell wieder fit zu werden. Unsere Präventionsarbeit unterstützt Sporttreibende dabei, Risiken frühzeitig zu erkennen und einen verantwortungsvollen Umgang mit Medikamenten zu entwickeln.

Trainerinnen und Trainer
Trainerinnen und Trainer sind häufig wichtige Vertrauenspersonen im Vereinsalltag. Sie erleben Leistungsdruck, Verletzungssituationen und Verhaltensänderungen oft aus nächster Nähe. Wir möchten sie dabei unterstützen, Warnsignale besser zu erkennen, Gespräche sicher zu führen und Betroffene auf geeignete Hilfsangebote aufmerksam zu machen.

Eltern, Angehörige und Betreuende
Gerade bei Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen spielen Eltern und Bezugspersonen eine entscheidende Rolle. Ein offener Austausch über Gesundheit, Belastungen und den Umgang mit Medikamenten kann dazu beitragen, problematische Entwicklungen frühzeitig zu verhindern.

Sportvereine und Verbände
Vereine und Verbände tragen Verantwortung für die gesundheitliche Entwicklung ihrer Mitglieder. Sie können durch klare Leitlinien, Aufklärungsangebote und eine gesundheitsorientierte Vereinskultur entscheidend dazu beitragen, Risiken zu minimieren und Betroffene zu unterstützen.

Übungsleitende, Ehrenamtliche und Funktionsträger
Auch Vorstandsmitglieder, Mannschaftsverantwortliche, Schiedsrichterinnen und Schiedsrichter sowie ehrenamtlich Engagierte sind wichtige Multiplikatoren. Sie prägen das Miteinander im Verein und können dazu beitragen, dass Gesundheit und Wohlbefinden einen ebenso hohen Stellenwert erhalten wie sportliche Erfolge.

Unser Ziel ist es, Wissen zu vermitteln, Vorurteile abzubauen und Handlungssicherheit zu schaffen. Dazu stellen wir verständliche Informationsmaterialien, praxisnahe Handlungsempfehlungen und konkrete Beispiele aus dem Vereins- und Sportalltag zur Verfügung. Gemeinsam möchten wir das Bewusstsein für Medikamentenabhängigkeit stärken und dazu beitragen, dass Sport ein Ort bleibt, an dem Gesundheit, Fair Play und gegenseitige Verantwortung im Mittelpunkt stehen.

VERANTWORTUNGSBEWUSSTER UMGANG MIT ALKOHOL IM VEREINSALLTAG

Sportvereine sind weit mehr als Orte für Training und Wettkampf. Sie sind Treffpunkte für Menschen unterschiedlicher Generationen, Orte der Gemeinschaft und des sozialen Miteinanders. Gemeinsame Feiern, Vereinsfeste oder die sogenannte „dritte Halbzeit“ gehören in vielen Vereinen zur gelebten Tradition. Dabei spielt Alkohol häufig eine Rolle. Umso wichtiger ist ein bewusster, verantwortungsvoller und respektvoller Umgang mit alkoholischen Getränken.

Alkohol kann das Gemeinschaftsgefühl fördern, darf jedoch niemals zur Voraussetzung für Zugehörigkeit werden. Niemand sollte sich im Vereinsleben unter Druck gesetzt fühlen, Alkohol zu trinken, um dazuzugehören oder Teil der Gemeinschaft zu sein. Ein moderner und gesundheitsorientierter Verein respektiert unterschiedliche Lebensweisen, persönliche Entscheidungen und gesundheitliche Bedürfnisse seiner Mitglieder.

Besonders im Sport steht Alkohol im Widerspruch zu vielen Zielen, die Vereine fördern möchten. Regelmäßiger Alkoholkonsum kann die Regeneration beeinträchtigen, die Leistungsfähigkeit mindern und langfristig gesundheitliche Schäden verursachen. Zudem erhöht Alkohol das Risiko für Unfälle, Fehlentscheidungen und problematische Verhaltensweisen im Vereinsumfeld.

Ein verantwortungsvoller Umgang mit Alkohol bedeutet daher nicht, Geselligkeit einzuschränken, sondern Rahmenbedingungen zu schaffen, die allen Mitgliedern gerecht werden. Dazu gehören attraktive alkoholfreie Alternativen, eine offene Gesprächskultur, der Verzicht auf Trinkzwang sowie ein respektvoller Umgang mit Menschen, die bewusst keinen Alkohol konsumieren.

Trainerinnen und Trainer, Vereinsvorstände, Mannschaftsverantwortliche und langjährige Mitglieder übernehmen dabei eine wichtige Vorbildfunktion. Ihr Verhalten prägt die Vereinskultur und beeinflusst insbesondere Kinder, Jugendliche und neue Mitglieder. Eine gesundheitsbewusste Haltung sendet die Botschaft, dass sportlicher Erfolg, Gemeinschaft und Lebensfreude nicht vom Konsum alkoholischer Getränke abhängig sind.

Mit unseren Praxistipps möchten wir Vereine dabei unterstützen, eine Atmosphäre zu schaffen, in der Gesundheit, Fair Play und gegenseitiger Respekt im Mittelpunkt stehen. Inspiriert von erfolgreichen Präventionsinitiativen wie „Alkoholfrei Sport genießen“ zeigen wir Wege auf, wie ein aktives Vereinsleben gelingen kann – offen, gemeinschaftlich und unabhängig davon, ob jemand Alkohol trinkt oder nicht.

Denn ein starker Verein erkennt man nicht daran, was im Glas ist, sondern daran, wie Menschen miteinander umgehen.

ALKOHOL IM VEREIN OFFEN ANSPRECHEN

Ein verantwortungsvoller Umgang mit Alkohol beginnt nicht erst dann, wenn Probleme auftreten. Vielmehr ist es wichtig, das Thema frühzeitig, regelmäßig und ohne Vorurteile in den Vereinsalltag zu integrieren. Offene Gespräche schaffen Vertrauen, fördern das Bewusstsein für mögliche Risiken und tragen dazu bei, Missverständnisse oder problematische Entwicklungen frühzeitig zu erkennen.

Deshalb sollte Alkoholprävention kein Randthema sein, sondern ein fester Bestandteil der Vereinskultur. Trainerinnen und Trainer, Vereinsvorstände, Betreuerinnen und Betreuer sowie Mannschaftsverantwortliche können durch eine offene und wertschätzende Kommunikation dazu beitragen, dass über Alkohol sachlich gesprochen werden kann. Dabei geht es nicht darum, Menschen zu belehren oder zu verurteilen, sondern Informationen bereitzustellen und für einen respektvollen Umgang miteinander zu sensibilisieren.

Geeignete Gelegenheiten für solche Gespräche sind beispielsweise Trainerbesprechungen, Mitgliederversammlungen, Elternabende, Jugendleitersitzungen oder Informationsveranstaltungen im Verein. Auch bei der Planung von Vereinsfesten, Turnieren oder Mannschaftsfahrten sollte das Thema Alkohol bewusst berücksichtigt werden.

Gerade Eltern spielen eine wichtige Rolle. Wenn Vereine und Elternhäuser dieselben Werte vermitteln, können Kinder und Jugendliche frühzeitig lernen, verantwortungsbewusste Entscheidungen zu treffen und Gruppendruck zu widerstehen. Ein offener Austausch hilft dabei, gemeinsame Regeln und Erwartungen zu entwickeln.

Ebenso wichtig ist es, eine Atmosphäre zu schaffen, in der sich Menschen trauen, Fragen zu stellen oder eigene Erfahrungen anzusprechen. Wer das Gefühl hat, ernst genommen und nicht bewertet zu werden, sucht bei Unsicherheiten oder Problemen deutlich eher das Gespräch. Dadurch können Risiken frühzeitig erkannt und gegebenenfalls Unterstützungsangebote vermittelt werden.

Ein Verein, der offen über Alkohol spricht, sendet ein starkes Signal: Gesundheit und Wohlbefinden seiner Mitglieder sind ihm wichtig. Transparenz, Aufklärung und gegenseitiger Respekt schaffen die Grundlage für eine Gemeinschaft, in der sich alle willkommen und wertgeschätzt fühlen – unabhängig davon, ob sie Alkohol konsumieren oder bewusst darauf verzichten.

Offene Kommunikation ist deshalb kein Zeichen von Misstrauen, sondern Ausdruck einer verantwortungsvollen und modernen Vereinskultur. Sie stärkt das Miteinander, fördert das gegenseitige Verständnis und trägt dazu bei, dass der Verein ein sicherer und gesundheitsfördernder Ort für alle bleibt.

ALKOHOLFREIE GETRÄNKE ALS ATTRAKTIVE ALTERNATIVE

GRUPPENZWANG VERMEIDEN – INDIVIDUELLE ENTSCHEIDUNGEN STÄRKEN

Ein respektvolles Vereinsleben zeichnet sich dadurch aus, dass persönliche Entscheidungen akzeptiert und wertgeschätzt werden. Das gilt insbesondere beim Umgang mit Alkohol. Nicht jeder Mensch möchte Alkohol trinken – sei es aus gesundheitlichen Gründen, aufgrund von Medikamenteneinnahmen, aus religiösen oder kulturellen Überzeugungen, wegen sportlicher Ziele oder einfach aus persönlicher Entscheidung. All diese Gründe verdienen uneingeschränkten Respekt.

Dennoch erleben Menschen im Alltag immer wieder Situationen, in denen sie sich für ihren Alkoholverzicht rechtfertigen müssen oder subtil unter Druck gesetzt werden. Aussagen wie „Einer geht doch noch“, „Sei kein Spielverderber“ oder „Heute kannst du doch mal eine Ausnahme machen“ mögen oft nicht böse gemeint sein, können jedoch dazu führen, dass sich Betroffene unwohl fühlen oder gegen ihre eigentlichen Überzeugungen handeln.

Ein gesundheitsbewusster Verein setzt deshalb auf Freiwilligkeit statt auf Gruppendruck. Niemand sollte das Gefühl haben, Alkohol trinken zu müssen, um dazuzugehören, Anerkennung zu erhalten oder Teil der Gemeinschaft zu sein. Wahre Gemeinschaft entsteht dort, wo Menschen unabhängig von ihren persönlichen Entscheidungen respektiert werden.

Trainerinnen und Trainer, Vereinsverantwortliche sowie erfahrene Mitglieder haben hierbei eine wichtige Vorbildfunktion. Sie können aktiv dazu beitragen, eine Kultur des Respekts zu fördern, indem sie Alkoholverzicht selbstverständlich behandeln und entsprechende Entscheidungen nicht kommentieren oder hinterfragen. Wer alkoholfrei bestellt, sollte dieselbe Akzeptanz erfahren wie jemand, der sich für ein alkoholisches Getränk entscheidet.

Besonders für Kinder, Jugendliche und neue Vereinsmitglieder ist diese Haltung von großer Bedeutung. Sie lernen durch das Verhalten ihres Umfeldes, was im Verein als normal und akzeptiert gilt. Wenn Selbstbestimmung und gegenseitiger Respekt sichtbar gelebt werden, stärkt dies das Selbstvertrauen und die Fähigkeit, eigene Entscheidungen zu treffen – auch gegen den Druck einer Gruppe.

Ein unterstützendes Vereinsklima entsteht dort, wo Menschen einander ermutigen, auf ihre Gesundheit zu achten und ihre persönlichen Grenzen ernst zu nehmen. Das gilt nicht nur beim Thema Alkohol, sondern für alle Bereiche des Vereinslebens.

Individuelle Entscheidungen zu respektieren bedeutet daher mehr als bloße Toleranz. Es bedeutet, die Vielfalt der Menschen anzuerkennen, ihre Lebensrealitäten zu respektieren und eine Gemeinschaft zu schaffen, in der jede und jeder ohne Rechtfertigungsdruck dazugehören kann.

Denn ein starker Verein misst sich nicht daran, wie viele Menschen gemeinsam trinken – sondern daran, wie selbstverständlich er die Entscheidungen jedes einzelnen Mitglieds respektiert.

ALKOHOLVERZICHT BEI JUNIORENSPIELEN UND WETTKÄMPFEN

Kinder und Jugendliche orientieren sich an Vorbildern. Was sie auf dem Sportplatz erleben, prägt ihr Verständnis von Gemeinschaft, Fair Play und gesundem Verhalten. Deshalb tragen Sportvereine eine besondere Verantwortung, wenn es darum geht, jungen Menschen positive Werte zu vermitteln und ein Umfeld zu schaffen, in dem sie sich sicher und gesund entwickeln können.

Ein wichtiger Bestandteil dieser Verantwortung ist ein bewusster Umgang mit Alkohol bei Juniorenspielen, Turnieren und Wettkämpfen. Alkohol sollte dort, wo Kinder und Jugendliche aktiv Sport treiben, keine sichtbare oder selbstverständliche Rolle spielen. Der Sportplatz ist in erster Linie ein Ort für Bewegung, Entwicklung, Teamgeist und Freude am Spiel – nicht für den Konsum alkoholischer Getränke.

Deshalb empfiehlt es sich, klare und nachvollziehbare Regeln für den Vereinsalltag festzulegen. Dazu kann gehören, bei Spielen und Veranstaltungen mit Kindern und Jugendlichen auf Alkohol am Spielfeldrand zu verzichten oder alkoholische Getränke nicht offen im unmittelbaren Umfeld der sportlichen Aktivitäten auszuschenken. Solche Regelungen schaffen Klarheit und helfen dabei, ein positives Umfeld für junge Sportlerinnen und Sportler zu gestalten.

Dabei geht es nicht um Verbote um ihrer selbst willen, sondern um die Vorbildfunktion aller Erwachsenen im Verein. Trainerinnen und Trainer, Betreuerinnen und Betreuer, Eltern sowie Vereinsverantwortliche prägen durch ihr Verhalten die Atmosphäre rund um das Spiel. Wenn Erwachsene zeigen, dass Begeisterung, Emotionen und Gemeinschaft auch ohne Alkohol möglich sind, senden sie eine starke und glaubwürdige Botschaft.

Besonders wichtig ist dies, weil Kinder und Jugendliche gesellschaftliche Verhaltensmuster oft unbewusst übernehmen. Wird Alkoholkonsum bei sportlichen Veranstaltungen als selbstverständlich wahrgenommen, kann dies die Einstellung junger Menschen gegenüber Alkohol beeinflussen. Umgekehrt trägt ein alkoholfreies Umfeld dazu bei, gesundheitsbewusste Entscheidungen als normal und selbstverständlich zu erleben.

Ein alkoholfreier Rahmen bei Juniorenspielen fördert zudem die Konzentration auf das Wesentliche: die sportliche Entwicklung, den Spaß an der Bewegung, den respektvollen Umgang miteinander und die Unterstützung der jungen Sportlerinnen und Sportler. Eltern, Angehörige und Zuschauer können die Kinder anfeuern, mitfiebern und Erfolge feiern – ganz ohne alkoholische Getränke.

Vereine, die bei Juniorenspielen und Jugendveranstaltungen bewusst auf Alkohol verzichten, setzen ein deutliches Zeichen für Gesundheitsförderung, Verantwortung und Kinderschutz. Sie zeigen, dass die Bedürfnisse und das Wohl junger Menschen Vorrang haben und schaffen gleichzeitig eine Atmosphäre, in der sich alle Familien willkommen fühlen.

Denn die wichtigste Botschaft, die Kinder und Jugendliche im Sport lernen sollten, lautet: Gemeinschaft, Freude und Erfolg brauchen keinen Alkohol. Sie entstehen durch Respekt, Zusammenhalt und die Begeisterung für das Spiel.

ALKOHOLFREIE VEREINSFESTE UND FEIERN

Vereinsfeste, Saisonabschlüsse, Jubiläen, Weihnachtsfeiern oder Sommerfeste gehören zu den Höhepunkten des Vereinslebens. Sie bieten Gelegenheit, gemeinsam Erfolge zu feiern, neue Kontakte zu knüpfen und das Gemeinschaftsgefühl zu stärken. Gerade deshalb sollten diese Veranstaltungen so gestaltet werden, dass sich alle Mitglieder willkommen fühlen – unabhängig von ihrem Alter oder ihrer persönlichen Einstellung zum Thema Alkohol.

Insbesondere bei Veranstaltungen, an denen Kinder, Jugendliche und Familien teilnehmen, können alkoholfreie Konzepte einen wichtigen Beitrag zu einer sicheren, entspannten und familienfreundlichen Atmosphäre leisten. Sie zeigen, dass Geselligkeit, gute Stimmung und gemeinsame Erlebnisse nicht vom Konsum alkoholischer Getränke abhängig sind.

Alkoholfreie Vereinsfeste schaffen Rahmenbedingungen, in denen sich alle Gäste gleichermaßen wohlfühlen können. Niemand wird ausgeschlossen, niemand gerät in Erklärungsnot, weil er oder sie keinen Alkohol trinken möchte. Stattdessen steht das gemeinsame Erlebnis im Mittelpunkt: das Miteinander, die Gespräche, die Aktivitäten und die Freude an der Vereinsgemeinschaft.

Für Kinder und Jugendliche haben solche Veranstaltungen eine besondere Bedeutung. Sie erleben, dass Feiern, Lachen und Gemeinschaft selbstverständlich auch ohne Alkohol möglich sind. Damit werden positive Vorbilder geschaffen und gesundheitsfördernde Verhaltensweisen gestärkt. Vereine leisten auf diese Weise einen wichtigen Beitrag zur Prävention und zur Entwicklung eines verantwortungsvollen Umgangs mit Alkohol.

Alkoholfreie Feste bieten darüber hinaus viele kreative Möglichkeiten. Fruchtige Cocktails ohne Alkohol, selbstgemachte Limonaden, Smoothies, alkoholfreie Biere, regionale Spezialitäten oder thematische Getränkebars können zu echten Highlights einer Veranstaltung werden. Oft entstehen dadurch neue Ideen und Traditionen, die von den Mitgliedern positiv aufgenommen werden.

Auch organisatorisch bringen alkoholfreie Veranstaltungen Vorteile mit sich. Konfliktsituationen, Missverständnisse oder alkoholbedingte Zwischenfälle werden reduziert, wodurch eine entspannte und sichere Atmosphäre für alle Beteiligten gefördert wird. Das erleichtert nicht nur die Durchführung der Veranstaltung, sondern stärkt auch das positive Erscheinungsbild des Vereins nach außen.

Natürlich bedeutet ein alkoholfreies Vereinsfest nicht, dass jede Veranstaltung im Verein grundsätzlich ohne Alkohol stattfinden muss. Vielmehr geht es darum, bewusst zu überlegen, welche Form des Feierns zur jeweiligen Zielgruppe und zum Selbstverständnis des Vereins passt. Bei Veranstaltungen mit Kindern, Jugendlichen und Familien sollte dabei stets das Wohl der jungen Menschen im Vordergrund stehen.

Ein Verein, der alkoholfreie Feste und Feiern anbietet, setzt ein klares Zeichen für Gesundheit, Verantwortung und Gemeinschaft. Er zeigt, dass Zusammenhalt nicht aus dem Inhalt eines Glases entsteht, sondern aus den Begegnungen, Gesprächen und gemeinsamen Erlebnissen, die Menschen miteinander teilen.

Denn die schönsten Erinnerungen an ein Vereinsfest entstehen nicht durch Alkohol – sondern durch die Menschen, mit denen man gefeiert hat.

ALKOHOL NICHT ALS WETTEINSATZ ODER BELOHNUNG

Im Sport geht es um Leistung, Fair Play, Teamgeist und gemeinsame Erlebnisse. Alkohol sollte dabei weder als Belohnung für Erfolge noch als Trostspender nach Niederlagen eingesetzt werden. Wenn alkoholische Getränke mit sportlichen Leistungen, Wettkämpfen oder besonderen Ereignissen verknüpft werden, kann der Eindruck entstehen, dass Alkohol ein selbstverständlicher Bestandteil von Erfolg, Anerkennung oder Gemeinschaft ist.

In vielen Vereinen haben sich über Jahre Traditionen entwickelt, bei denen verlorene Wetten mit einer „Kiste Bier“ beglichen werden müssen oder Siege mit alkoholischen Getränken gefeiert werden. Oft geschieht dies ohne böse Absicht und wird als harmloser Spaß verstanden. Dennoch können solche Rituale problematische Botschaften vermitteln – insbesondere an Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene.

Wer Alkohol als Preis, Belohnung oder Wetteinsatz einsetzt, verbindet sportliche Leistungen unmittelbar mit dem Konsum alkoholischer Getränke. Dadurch entsteht die Gefahr, dass Alkohol als fester Bestandteil von Anerkennung, Erfolg oder sozialer Zugehörigkeit wahrgenommen wird. Ein gesundheitsorientierter Verein sollte stattdessen deutlich machen, dass Wertschätzung und Gemeinschaft unabhängig vom Konsum alkoholischer Getränke bestehen.

Gleiches gilt für Niederlagen oder enttäuschende Wettkampfergebnisse. Alkohol sollte nicht dazu dienen, Frust, Enttäuschung oder Ärger zu verdrängen. Sport lebt von Emotionen – von Freude ebenso wie von Rückschlägen. Ein konstruktiver Umgang mit diesen Erfahrungen fördert persönliche Entwicklung und stärkt die Gemeinschaft weit nachhaltiger als die Flucht in vermeintliche Problemlösungen.

Vereine können stattdessen viele positive Alternativen schaffen. Anerkennung lässt sich durch gemeinsame Aktivitäten, Urkunden, kleine Sachpreise, Dankesworte, Ehrungen oder besondere Teamaktionen ausdrücken. Oft sind persönliche Wertschätzung, Respekt und das Gefühl, Teil einer starken Gemeinschaft zu sein, viel bedeutender als jede materielle Belohnung.

Auch Mannschaftswetten können kreativ und gesundheitsfördernd gestaltet werden. Statt alkoholischer Einsätze bieten sich soziale oder sportliche Herausforderungen an, beispielsweise die Organisation eines gemeinsamen Frühstücks, die Unterstützung bei einem Vereinsprojekt oder eine freiwillige Spende für einen guten Zweck. Solche Aktionen stärken den Teamgeist und schaffen positive Erinnerungen.

Besonders wichtig ist dabei die Vorbildfunktion von Trainerinnen und Trainern, Vereinsverantwortlichen sowie erfahrenen Mitgliedern. Sie prägen die Kultur des Vereins und zeigen durch ihr Handeln, welche Werte im Mittelpunkt stehen. Wird Anerkennung unabhängig von Alkohol vermittelt, lernen insbesondere junge Menschen, dass Erfolg, Gemeinschaft und Lebensfreude nicht an den Konsum von Alkohol gebunden sind.

Ein moderner Sportverein setzt deshalb auf Respekt, Wertschätzung und Zusammenhalt statt auf Alkohol als Belohnung oder Wetteinsatz. Denn die schönsten Siege entstehen nicht durch das, was anschließend getrunken wird, sondern durch das gemeinsame Erlebnis, die gegenseitige Unterstützung und den Stolz auf das Erreichte.

UNSER ZIEL:

Sport soll Gesundheit fördern – nicht gefährden. Deshalb möchten wir dazu beitragen, dass Vereine, Teams und Gemeinschaften Orte bleiben, an denen Gesundheit, Fair Play und gegenseitige Unterstützung im Mittelpunkt stehen.

GEHZETTE – Gesundheitssport. Fair Play. Gemeinschaft.

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