Urwaldfriesen empfangen Freunde aus Wien
Manchmal sind es nicht die großen Turniere oder Pokale, die in Erinnerung bleiben.
Sondern Wochenenden wie dieses.

Nachdem die Urwaldfriesen in den vergangenen Jahren mehrfach zu Gast bei Walking-Football-Veranstaltungen in Wien waren, kam es nun zum Gegenbesuch: Freundinnen und Freunde der Walking Football Austria Academy reisten in die friesische Wehde, um gemeinsam ein Wochenende voller Bewegung, Begegnungen und norddeutscher Gastfreundschaft zu erleben.
Schon der Freitag zeigte, worum es eigentlich geht.
Nicht nur um Fußball – sondern um gemeinsame Zeit.
Die Urwaldfriesen hatten für ihre Gäste ein maritimes Tagesprogramm vorbereitet. Auftakt war eine Hafenrundfahrt auf dem Jadebusen in Wilhelmshaven. Zwischen Möwenrufen, salziger Nordseeluft und weitem Blick über das Wasser lernten die Gäste aus Wien die besondere Atmosphäre des niedersächsischen Wattenmeers kennen. Friesland zeigte sich dabei von seiner ehrlichen Seite: rau, herzlich und authentisch.
Anschließend ging es weiter nach Varel in den Hafen. Bei Fisch, Gesprächen und jeder Menge Seemannsgarn wurde gelacht, erzählt und gefachsimpelt. Später folgte eine Führung im SPIJÖÖK Museum – ein Ort voller maritimer Geschichten, der perfekt zu diesem Wochenende passte.
Der Samstag gehörte dann dem Walking Football.
Gemeinsam mit den „Mühlenkickern“ aus der Wesermarsch wurde auf dem Platz der Urwaldfriesen ein kleines Turnier gespielt. Drei Teams, Hin- und Rückspiele, viele faire Szenen und noch mehr gegenseitiger Respekt.
Besonders sichtbar wurde dabei erneut die besondere Kultur des Walking Football Classic.
Es ging nicht um Gegner.
Es ging um Spielpartner.
Und auch neben dem Platz zeigte sich, wie diese Idee gelebt werden kann. Die Spielbegleitenden Jessica Reimer und Gerold Redemann begleiteten die Begegnungen ruhig, aufmerksam und mit viel Gespür für Fair Play und Kommunikation.
Typisch norddeutsch zeigte sich auch das Wetter: strömender Regen wechselte sich mit Sonnenschein ab. Eben friesisch-herb.
Einer der emotionalsten Momente des Wochenendes entstand jedoch abseits des Spielfeldes. Durch Kontakte unseres Freundes Joe gelang es, ein altes Foto unseres Kameraden Marco von Fußballlegende Andreas Herzog signieren zu lassen. Die Überraschung und Freude darüber war groß – und irgendwie passte genau dieser Moment perfekt zu diesem Wochenende.
Denn am Ende blieb vor allem ein Gefühl:
Walking Football macht die Welt ein wenig kleiner.
Freundschaften entstehen nicht durch Tabellen oder Ergebnisse, sondern durch gemeinsame Erlebnisse, Gespräche, Reisen und die berühmte „Dritte Halbzeit“.
Friesland traf Wien.
Und beide Seiten nahmen mehr mit nach Hause als nur Erinnerungsfotos.
