Früher lag er schwer auf dem Gummi-Asphalt.

Ein bisschen zu groß, ein bisschen zu hart – und trotzdem genau richtig. „Mach ihn flach!“, ruft einer. Damals meint er: Schieß endlich!
50 Jahre später steht er wieder da.

Gleicher Platz. Nur… irgendwie auch nicht. Der Belag: neu. Die Linien: sauber. Die Bäume: erwachsen geworden – so wie sie selbst.
Und der Ball?
Der ist immer noch derselbe. Vielleicht nicht physisch. Aber im Gefühl. „Langsam, Jungs… wir sind hier nicht beim Sprinten.“ Sie lachen. Nicht laut. Eher so ein Lachen, das weiß, was gemeint ist.
Einer steht am Ball. Nicht zum Schuss. Zum Nachdenken. Der andere wartet. Nicht, um ihn zu stoppen. Sondern, um ihn zu verstehen. Der Dritte sitzt kurz am Rand. Nicht erschöpft. Einfach, weil er kann.
„Weißt du noch damals?“, fragt einer. „Als du immer volle Kanne draufgehalten hast?“ „Ja… und nie getroffen habe.“
Pause.
„Hat sich eigentlich gar nicht so viel geändert.“ Der Ball rollt. Flach. Natürlich flach. Ein Schritt. Noch ein Schritt. Kein Sprint. Keine Grätsche. Kein Drama. Nur ein Pass. Und ein Blick.
Dieser ruhige Blick.
Am Rand rauschen die Blätter. Die Bäume, die alles gesehen haben, sagen nichts. Aber sie wissen es. Früher ging es darum, wer schneller ist. Heute darum, wer bleibt.
„Noch eine Runde?“ „Klar.“
Und der Ball liegt wieder da. Wie damals. Nur dass sie ihn heute anders spielen. Besser vielleicht. Oder einfach… bewusster.
GEHZETTE – Der ruhige Blick:
Manche Spiele werden langsamer. Und genau deshalb größer.
