Die wichtigsten Menschen im Walking Football tragen selten Medaillen

Jede Woche passiert es wieder.
Irgendwo in Deutschland, den Niederlanden, England, Dänemark oder Österreich zieht jemand die Fußballschuhe an, packt eine Trinkflasche ein und macht sich auf den Weg zum Walking Football.
Nicht für Ruhm.
Nicht für Pokale.
Nicht für Tabellenplätze.
Sondern einfach, um dabei zu sein.
Für die Freitagsausgabe unserer Reihe „Heldinnen & Helden der Gehstrecke“ verzichten wir diesmal bewusst auf die Vorstellung einer einzelnen Person. Denn die wahren Heldinnen und Helden des Walking Footballs sind oft diejenigen, deren Namen nie in Berichten auftauchen.
Es sind die Menschen, die Woche für Woche zum Training kommen.
Diejenigen, die neue Mitspielerinnen und Mitspieler begrüßen.
Diejenigen, die nach einer Niederlage genauso lachen wie nach einem Sieg.
Diejenigen, die den Ball noch einmal quer spielen, obwohl sie selbst schießen könnten.
Diejenigen, die nachfragen, wenn jemand plötzlich nicht mehr erscheint.
Diejenigen, die Fahrgemeinschaften organisieren, Bälle aufpumpen, Tore tragen oder einfach mit ihrer guten Laune den ganzen Platz anstecken.
Walking Football lebt nicht von Regeln.
Walking Football lebt von Menschen.
Von Menschen, die zeigen, dass Sport mehr sein kann als Wettkampf.
Viele kommen ursprünglich wegen der Bewegung. Manche wegen ihrer Gesundheit. Andere nach einer Krankheit, nach dem Ende ihrer aktiven Fußballzeit oder einfach aus Neugier.
Geblieben sind die meisten wegen der Gemeinschaft.
Denn irgendwo zwischen dem ersten Pass, dem gemeinsamen Lachen und der dritten Trinkpause entsteht etwas, das man in keiner Tabelle messen kann:
Zugehörigkeit.
Und genau deshalb möchten wir heute Danke sagen.
Danke an die Sportfreundinnen und Sportfreunde, die bei Regen erscheinen.
Danke an diejenigen, die neue Gruppen gründen.
Danke an alle, die Fair Play vor den eigenen Erfolg stellen.
Danke an die Menschen, die beweisen, dass Alter keine Grenze für Begeisterung ist.
Ihr seid die Gesichter des Walking Footballs.
Ihr seid die Botschafterinnen und Botschafter auf den Sportplätzen des Landes.
Und ihr seid der Grund, warum jeden Tag neue Menschen den Mut finden, selbst einmal mitzumachen.
Die wahre Stärke des Walking Footballs liegt nicht in den Toren.
Sie liegt in den Menschen, die den Weg zum Training immer wieder antreten.
Ihr alle seid unsere Heldinnen und Helden der Gehstrecke.
GEHZETTE – Über die Grenzen lesbar
Heldinnen & Helden der Gehstrecke #15
Für alle, die Woche für Woche zeigen, dass Gemeinschaft der schönste Sieg im Walking Football ist.
